website erstellen Web-Seite Software Die Bilanz



VALAN - Die Waschmaschine in der Tüte

Seite noch im Aufbau

Page: VALAN

Über VALAN und weitere saarländischen Produkte berichet die Homepage

Saar-Nostalgie

Bevor der Bund das Areal an der Bahnhofstraße 150 in Bissingen im Jahr 1957 kaufte, hatten die Valan-Werke dort Seifen und Waschmittel produziert. Unter anderem wurde hier das erfolgreiche Produkt "Waschmaschine in der Tüte" der Saarbrücker Firma hergestellt.

Doch die Konkurrenz durch die Waschmittelkonzerne war zu groß. Die Fabrikationsstätten in Bietigheim-Bissingen wurden aufgegeben und die Produktion im Saarland konzentriert.

In dem Magazin erzählt Frank Behrens die Geschichte von VALAN, die ich zitieren darf, wofür ich mich von Herzen bedanke.


Die Waschmaschine in der Tüte


Lang ist es her: Das Saarland hatte mal eine eigene Waschmaschine in der Tüte. Valan hieß das Waschpulver und war in den „Fünfzigern“ eine Sensation. Doch wo ist die Maschine hin und warum ist sie verschwunden? FORUM erinnert in einer losen Serie an vergessene Marken. Heute: Valan aus Saarbrücken.


Waschmaschine? Oder Persil?  Jedenfalls nicht in den 50er- und 60er-Jahren, und nicht im Saarland. Denn es gab ja „Valan – Die Waschmaschine in der Tüte“. Mit diesem Werbeslogan brachten 1950 die Tip-Werke Hartung aus Saarbrücken das damals neuartige Waschmittel auf den Markt, das es ermöglichte, Wäsche ohne Rubbeln und ohne Maschine sauber zu bekommen. Die Fabrik des Chemikers Carl Kirchner (1891-1972, genannt „die groß’ Säf“) ließ den Slogan bald um den Nachsatz „schont die Wäsche und die Hausfrau“ ergänzen. Überhaupt war die Firma damals sehr innovativ: Auch in der PR. Es gab Waschvorführungen am Verkaufsstand, Flugzeuge warfen Werbemittel ab, zogen Transparente hinter sich her. Sogenannte „Sandwich Men“ liefen in weißen Overalls und mit weißen Schirmen durch die Straßen, um vom komfortablen Waschen mit Valan zu künden. Übrigens bestand das Produkt zum größeren Teil aus Perborat, jenem Stoff, der Henkels Persil die erste Silbe schenkte.


Für Frauen ohne eigene Waschmaschine war Valan in den 50ern eine echte Innovation. Waschen war damals noch Handarbeit.


Nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik wurden die Zeiten härter für Valan. Zwar hatte Kirchner im württembergischen Bissingen ein Zweigwerk eröffnet, um auch den großen Rest Deutschlands erobern zu können, doch der Konkurrenzkampf mit den großen Waschmittelkonzernen Henkel, Sunlight/Unilever und später auch Procter & Gamble (Ariel) war kaum zu gewinnen. Auch der wachsende Valan hat Valan den Garaus gemacht, denn spätestens als praktisch jeder Haushalt eine Waschmaschine zu Hause hatte, wurde die Tüte zu klein. So wurde die Produktion von Valan zum 31. März 1968 eingestellt. Auch das Werk in Bissingen wurde geschlossen.

Bis 1985 aber produzierten die Hartung-Werke noch Wasch-, Reinigungs- und Spülmittel unter dem Markennamen Tip. Zielgruppe waren jetzt Großverbraucher wie Wäschereien, Krankenhäuser und Kantinen. Zudem gab es Auftragsproduktionen für Eigenmarken der großen Kaufhäuser Hertie, Karstadt und Kaufhof sowie für die Firma Erdal.

http://www.magazin-forum.de/die-waschmaschine-in-der-tute/

Amtl. Bekanntmachungsblatt der Gemeinde Losheim am See, Ausgabe 14/2007 12


Wasch- und Putztage, wie sie früher vonstatten gingen

Wenn man heute die Frauen fragt,

was haushaltstechnisch die größte

Errungenschaft des vorigen Jahrhunderts

war, so sind alle der Meinung,

dass dies die Waschmaschine

war, die uns so viele Erleichterungen

brachte. Ich kann mich noch

gut erinnern, wie das vor mehr als

50 Jahren war, wenn am späten

Sonntagnachmittag die Wäsche in

Henko eingeweicht und am frühen

Montagmorgen in Persil im Waschkessel

gekocht, mit dem Wäschestampfer

mehrmals bearbeitet und

dann mühsam ausgespült und von

Hand ausgewrungen wurde. In den

Rest der Kochwäschelauge, die die

sparsame Hausfrau auffing, kam

dann die „blaue Wäsche”. Das

waren Schürzen, Arbeitskittel,

Arbeitshosen und Strümpfe. Kein

Wunder, wenn dann die Hände steif

und rissig wurden. Eine kleine

Erleichterung brachte „Valan, die

Waschmaschine in der Tüte”, ebenso

die Wäscheschleuder, die das

mühsame Auswringen überflüssig

machte.

  

In dem Gemeindeblatt der Gemeinde Losheim fand ich folgenden Artikel

(zitiert im Auszug)